Samstag, 26. Juni 2010

Sandburgen



Promod hat momentan zwar nicht die beste Kleidung, seine Tüten sind jedoch tadellos, sogar wasser- und reißfest! Dafür sollten sie eine Auszeichnung erhalten!
Man kann sie wunderbar als Wasserbehälter benutzen. Und hätten wir nicht so eine Tüte heute mit im Park gehabt, wäre uns einer der schönsten Momente entgangen, die die Welt für umsonst zu bieten hat.

Die Chronik des Tages verlief folgendermaßen:
Ich wachte viel zu früh auf, von allein, vor den Kindern. Des Ausschlafen unfähig, bin ich wohl geworden. Dunkle Jalousien würden vielleicht helfen.
Kaffee. (nein, ich bin nicht süchtig, ich brauch ihn nur um wach zu werden).
Ich schlich also in die Küche, so leise, wie das mit knarrendem Holzboden nur geht, hoffend die Ruhe so lange wie möglich auszukosten, meine persönlich wertvollste Zeit.
Ich machte routiniert Kaffee und kippte die Milch hinein.
Plumps.
Mist.
Milch sollte nicht plumpsen! Halb ärgerlich, weil ich den Kaffee nun mal nur braun trinke, halb erleichtert, weil mir die Milch schon so lange nicht schlecht geworden ist, dass ich annahm, die tun da irgendein Gift rein, damit sie nicht gerinnt.

Egal, zum Glück brauche ich das Koffein ja nicht. Setze ich mich an den Pc, denn ich habe vor in Philosophie noch ganz schell eine Hausaufgabe einzureichen, da aufgrund von Fehlzeiten (das geht vom AT ab) meine 13 Punkte in Gefahr sind.

Ich fummel mich ins Thema und merke, was für ein Umfang das ganze Thema hat. Darüber könnte man eine Doktorarbeit schreiben. Trotzdem der Anfang ist gemacht, ich habe Feuer gefangen,bin konzentriert. Ordne meine Gedanken und werde von meinen nun wachen Kindern, jede gefühlte 5 min. unterbrochen.

Das ist eine sanfte Art der Folter und ich werde gereizt. Immer wieder werde ich mitten in meinen Gedanken unterbrochen und ich möchte weinen, um mich schlagen, aufgeben, aber ich schreibe weiter. Ich  bestehe darauf. Groß genug sind sie, um das zu lernen. Zwischendurch schreie ich fast schon: Raus!

Höre draußen Ali: Mama wird bösartig, wenn du da jetzt nochmal rein gehst. Bösartig, ein Wort mit dem ich nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Ich schreibe aber weiter. "Nachher gehen wir in den Park!"
Und das tun wir dann irgendwann endlich auch. Zu erst wünsche ich mir einfach nur faul in der Sonne liegen zu dürfen. Aber dann überwinde ich mein "Ich will aber" und gehe mit meinen Kindern auf den Spielplatz, wo auch Wasser fließt und fange an zu zaubern.  Zuerst zauber ich gute Laune. Ich zeige ihnen, wie man nur mit seinen Händen, Sand und Wasser Spaß haben kann, wie formbar der Sand ist, wie wunderbar sich der Matschepamps anfühlt, wie belebend das kalte Wasser wirkt, wie man gemeinsam viel besser spielen kann, als gegeneinander und merke, dass ich vor allem mir selbst all das gerade gezeigt habe. Wann und vor allem warum haben wir je damit aufgehört im Sand zu spielen??

Andere Kinder stehen herum und gucken uns begeistert zu, darunter auch zwei sehr hübsche Mädchen, die versuchen die Burg nachzubauen. Es klappt nicht. Ihre Blicke verstehend, frage ich sie, ob sie mitbauen wollen. Sie sind schüchtern, nicken aber. Sie sprechen russisch miteinander, nur wenig Deutsch. Aber Sandburgen bauen klappt auch prima ohne Sprache. Nun bin ich fast euphorisch, meine Kinder auch.
Aus einem liegengelassenen Eisbecher werden kleine Hütten. Aus einem kleinen Zweig und einem Blatt werden Fahnen. Sogar eine Leiter hat Ali in seine Burg hinein gebaut.

Mein genervtes Ich ist irgendwo auf der Wiese auf dem Weg zum Spielplatz verloren gegangen. Vermisst habe ich es nicht. Ich bin viel lieber die Begeisterte. Und es versteht sich von selbst, dass ich all die Erwachsenen auf ihren Bänken hockend furchtbar langweilig fand.

Es fiel uns schwer von unserer Burganlage zu trennen. "Das war der zweit beste Tag meines Lebens!" sagt mein Kleiner in alle Richtungen Übertreibender. "Der beste war, als ich dich das erste Mal in meinem Leben gesehen hab!" Keine Spur mehr von meiner Bösartigkeit.
Ob sie morgen wohl noch steht, fragten meine Kinder.
Ich weiß es nicht, und ein Teil von mir wünscht sich plötzlich, dass Sand stabiler wäre. Aber wäre er es, dann hätten wir nicht so viel Spaß mit ihm gehabt.



Montag, 21. Juni 2010

Schwarze Löcher








Mein Kopf ist wie ein Sieb. Wahrscheinlich werde ich demnächst nur noch mit Notizbuch und Stift herumrennen, um ja immer alles gleich aufzuschreiben, was mir wichtig erscheint. 

Meine Mutter sagte früher, wenn ich etwas vergessen hatte, das ich aber unbedingt erzählen wollte:  "Na dann wars ja wohl nicht wichtig!" Oh, wie mich das damals geärgert hat. Natürlich war es wichtig! Sehr sogar..nur war es von irgendeinem schwarzen Loch in meinem Kopf verschluckt worden, wie Atréju´s Pferd vom Nichts in der unendlichen Geschichte.
Es gab eigentlich nur einen Spruch, der mich noch mehr ärgerte, nämlich die Antwort, auf meine Beschwerde, wie langweilig mir doch sei, ich könne ja staubsaugen. 

Gestern auf dem Spielplatz in der Sonne sitzend beschwerte ich mich, dass ich es nicht schaffe, mein Buch anzufangen und es doch so gerne schreiben würde. Daraufhin riet mir meine Mutter nicht, doch anstelle dessen staubzusaugen oder dass es dann wohl nicht wichtig sei, sondern: "Fang einfach damit an!"
Wenn das kein guter Ratschlag ist :)

Ah!!! Gerade hat das schwarze Loch gnädigerweise wieder ausgespuckt, was ich loswerden wollte (Park-Sonne-Ponk, Erinnerung wieder da). Packt meine Freundin die quietschgrüne Decke zusammen, weil sie nach Hause gehen möchte. Kommt ein kleines süßes, blondes Mädchen mit Deutschland- Haarband vorbei und fragt: "Woher hast du die Decke?" 
Meine Freundin sieht sie ernst an und antwortet: Die hat mal meinem Freund gehört, der sie bei mir liegen gelassen hat. Jetzt ist der Freund weg, seine Decke noch da. Traurig, ne?" Das kleine Mädchen, geschätzte 6 Jahre, blinzelt irritiert zurück. "Der Name des Ladens hätte, glaube ich, gereicht", kann ich mir nicht verkneifen. "Wahrscheinlich Ikea."

Sonntag, 20. Juni 2010

Dein Schicksal

"Dein Schicksal sucht dich so, wie du es suchst!", sagte Imam Ali. Und ich finde diese Aussage wunderschön. Gehen wir einmal davon aus, dass es etwas wie Schicksal gibt.

Und da gibt es auf der einen Seite, die sich zum Opfer ihres Schicksal machen und passiv werden. "Ich kann eh nichts tun, ich muss nehmen, was kommt."
Und auf der anderen Seite die Größenwahnsinnigen, die meinen Alleinherrscher ihres eigenen Universums zu sein, alles sei Schöpfung unserer eigenen Gedankenwelt.

Imam Ali rückt beide Seiten ins rechte Licht. Weder so noch so. Nicht schwarz oder weiß. Da ist etwas, das nicht in unserer Hand liegt, das seine eigenen Pläne hat und das ist auch gut so. Aber wir haben Einfluss auf unser Schicksal und das ist zum Glück so.


Alles ist miteinander verbunden!


Dienstag, 15. Juni 2010

Stellt euch mal eine Welt vor!


Ich würde gerne einmal hypnotisiert werden. Einerseits weil ich irgendwie nicht glauben kann, dass ich hypnotisierbar bin und andererseits weil unheimlich neugierig bin, was da in mir drin sein soll, zu dem ich keinen bewussten Zugang habe. Angst habe ich, trotz ernst zu nehmender Einwände, keine.

Ob sich das Verdrängte mitsamt seines Symptoms in Luft auflöst, sobald man es ins Bewusstsein holt, das bezweifel ich. Ich bin mir, auch ohne Hypnose, schmerzhaften Kindheitserlebnissen bewusst geworden, aber deshalb haben sich meine Muster nicht wirklich verändert, sie sind mir nur bewusster geworden. Ok und das stimmt, das hilft uns, diese zu durchbrechen, immer und immer wieder.

Das schönste am Menschen sind seine Augen, dachte ich heute mal wieder und manchmal hat man Glück und man trifft auf Augen, die einem bekannt vorkommen, zu denen man eine Verbindung hat. Ist das Einbildung oder ist dann da wirklich etwas besonderes, frage ich mich und weiß es, wie so vieles andere, nicht.
Das kleine Mädchen in mir würde dann gerne zu demjenigen gehen und einfach sagen: "Du, ich mag dich." Aber der Rest in mir weiß, dass es so nicht läuft in der Erwachsenenwelt und schützt sich schnell in dem es Gleichgültigkeit vortäuscht. Solche Verhaltensmuster sind so dumm, dass ich nicht verstehe, warum wir nicht, wie die anderen Tiere geblieben sind. Macht unser Intellekt nicht mehr kaputt, als ganz? 

"Wenn wir (Frauen) begehrt werden wollen, müssen wir unberechenbar sein.", las ich in einem dieser wunderbaren Ratgeber. Leider stand da nicht drin, was Menschen machen sollen, denen das zu falsch ist, die das Spiel nicht mitspielen wollen. Ich weiß zwar, dass es stimmt. Männer werden sehr anhänglich, im schlimmsten Fall besessen, wenn eine Frau sie ablehnt, wenn sie sich von ihnen distanziert. 

Und ich rate meinen Freundinnen selbst, wenn sie Beziehungsprobleme haben, los zulassen, dem Mann zu zeigen, dass ihr Glück nicht von ihm abhängt, sondern dass er sich glücklich schätzen kann, sie zu "haben".
Ich wiederhole mich, aber je schwerer eine Sache zu haben ist, um so mehr begehren wir sie. So ist das nun einmal bei den meisten.
Und dennoch wünsche ich mir jemanden, der so klug ist, dass er diese Spiele nicht nötig hat und darüber steht, weil er sie durchschaut. Das bedeutet aber nicht, dass es langweilig wird, weil man einfach sagen kann: "Hab dich gefunden! Schau mal, ich stell mir das mit dir so... vor." Dann fängt es nämlich erst an spannend zu werden, weil wir ja glücklicherweise so viel Unbewusstes in uns tragen und das sorgt schon dafür, dass immer eine gewisse mit Dramatik verwobene Dynamik vorhanden ist. 

Stellt euch mal eine Welt vor in der sich jeder traut zu sagen, was er will oder nicht will!  

Freitag, 11. Juni 2010

Tunichtgut´s Glück

"Ich gelobe feierlich ich bin ein Tunichtgut", kräht mein kleiner zum 11 x aus dem Kinderzimmer. "Und ich glaube, mir gehts nicht gut," murmele ich aus meinem Zimmer zurück. Mir ist übel von der schwülen Hitze oder von meinem vierten Callipo-Cola Eis, das bei Lidl "Quetschtüte" heißt. Meine Zunge habe ich mir auch vereist. Und aggressiv bin ich, bzw. zickig. Geht mir aus dem weg, sprecht mich nicht an, kommt mir nicht nah, ich klebe, ich explodiere, ich halte die Hitze nicht aus!
Dabei  hatte ich doch feierlich geschworen, mich nie wieder über heißes Wetter zu beschweren, wenn der Regen nur endlich aufhören würde. Das war gefühlte Lichtjahre her. Der Mensch ist ein schwankendes Wesen, dem man es sehr schwer recht machen kann, immer ist ein "zu" zur Stelle.

"NUR WER AUF SEIN GLÜCK VORBEREITET IST, WIRD ES IM LEBEN FINDEN!", las ich heute.

Normalerweise halte ich nicht so viel von klugen Sprüchen: "Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!" "Ah so herum geht das, warum hat mir das denn niemand früher gesagt!" 

Aber der Spruch gefiel mir auf Anhieb, weil er etwas feststellt und nicht belehren möchte. Die besten Weisheiten sind die, die nicht einen Idealzustand predigen, der entweder schwer oder niemals erreicht werden kann, sondern die, die eine Wahrheit feststellen, nach der wir die Welt mit offeneren Augen sehen, gelernt haben, ohne belehrt worden zu sein.

Das obige Zitat ist so eine Weisheit, denn wir Menschen erkennen nur das, was wir kennen. Oder anders herum: Was wir nicht kennen, erkennen wir nicht. Wer also gar nicht weiß, was Glück ist, was sein Glück ist, der wird es nicht erkennen, wenn es vor seiner Nase steht. Und wer sich auf sein Glück nicht vorbereitet, wird sich von ihm überrumpelt fühlen, vor Schreck davon laufen oder es aussperren.



Exkurs: Habe diverse neue Designs hier ausprobiert, aber so schön auch Bilder zum Teil sind, mein Blog gefällt mir schlicht am besten...und am liebsten hätt` ich eh meinen alten zurück. Gute Nacht!




Geständnis: Habe das Ende gelöscht, war mir zu kitschig, amerikanisch. Unser Bemühen ist schweißgebadet und die Momente in denen alles so leicht scheint, man glaubt, die Probleme der Welt mit einem Satz wie "nehmt an!" lösen zu können, das sind die Momente für die man sich ein wenig später selbst mit Schuhen beschmeißen könnte. 
Wir bekommen nichts geschenkt. Und auch wenn das Wahre einfach sein sollte, dann ist es deshalb jedoch um so schwerer zu erreichen. 
Ich denke, das ist genug Vorbereitung auf das Glück, für heute. Gute Nacht!

Donnerstag, 10. Juni 2010

Bin kein ist

Ich bin kein Islamist, Feminist, Kommunist, Kapitalist.
Die Namen, die ihr euch gebt, auf die ihr so steht, ohne die es nicht geht, auf denen "Wahrheit" klebt, die sind mir egal. 
Jede Hülle, in die ihr euch kleidet, an der ihr euch weidet, deren Löcher ihr meidet, die zerreiß ich euch gern. 

Heterosexuell, Homosexuell, Bisexuell, Asexuell, das vergesst mal ganz schnell, den Mist.
Menschen mögen begehren, wenn sie denn wollen, wen immer sie wollen, so viele sie wollen, 
solange der andere auch will.
Es ist nichtig, unwichtig und wirklich nicht richtig, sich darüber zu definieren. 

(Bis heute habe ich nicht verstanden, warum dem Menschen sein Mensch sein nicht reichen mag. Weiß nicht jeder, was Gerechtigkeit ist und  worum es eigentlich geht?)

Samstag, 5. Juni 2010

Don´t lie to me!





 Titel: Truth; Quelle: http://i95.photobucket.com/albums/l126/Shaharazed/haqq-36.jpg

Momentan neige ich dazu meine Weisheiten aus amerikanischen Fernsehserien zu ziehen und ich werde immer wieder fündig. Einst war es Prison Break (ich habe den Tod von Michael immer noch nicht vollständig überwunden), dann Deperate Houswifes, How i met your mother und jetzt Lie to me.

Das beste daran ist, dass ich das ganze Zeug ohne schlechtes Gewissen gucke, weil es in englisch ist und es mir dabei hilft meine Kenntnisse zu verbessern. So macht lernen Spaß!

Lie to me hat wirklichen Eindruck auf mich hinterlassen. In der Serie versucht Dr. Lightman und sein Team durch angewandte Psychologie, die Wahrheit herauszufinden. Schlüsselwörter sind: Microexpressions, Gesichtsbewegungen-Kodierungssystem, Körpersprache. 
Den Menschen lesbar machen, eine faszinierende und gruselige Idee gleichermaßen. Werden wir uns besser verstehen, wenn wir uns ganz nackt gemacht haben? Die bewussten und unbewussten Lügen herausgefiltert und dann nur noch auf das schauen, was da ist? Oder würde es uns zerstören, gehören die Lügen (vor allem die, die wir selber glauben) zu uns, als eine Art Schutzmechanismus und würden wir ohne sie gar nicht sein können?

Ich glaube, dass jeder (Kidnapper, Mörder ausgenommen) ein Recht auf seine Geheimnisse hat, entweder weil er selber nicht dazu bereit ist, sich ihnen zu stellen und sie verdrängt (traumatische Erlebnisse etc.), weil er sie bereut oder weil er sie mit niemanden teilen möchte. 
Aber wenn man etwas erzählt, dann sollte es die Wahrheit sein. Ich kenne das Leben mit einem notorischen Lügner und es macht keinen Spaß, wenn man sich auf das Wort des anderen niemals verlassen kann. Es macht unruhig, unsicher und misstrauisch. 

Ich glaube deshalb ziehe ich offene Menschen, die sehr direkt sagen, was sie möchten, auch wenn es mir nicht gefällt, den sich selbst Schönmachern und um den heißen Breirednern vor. 

Und erst seit ich das erste Mal in meinem Leben richtig Mist gebaut habe, habe ich aufgehört, über die Fehltritte anderer zu urteilen. Wir denken in Schubladen, ja. Aber in diesen Schubladen finden wir nicht Wahrheit, sondern nur den Schnuller für unser Gewissen. 

Dienstag, 1. Juni 2010

Lieber Einbrecher

Heute habe ich eingesehen, dass ich wirklich verrückt bin.
Meine Schwester kam kurz zu Besuch und mit ihrem Handwerker-Blick sah sie, dass jemand versucht (oder es geschafft) hat ohne Schlüssel durch meine Wohnungstür zu kommen, kurz: einzubrechen. Und das erste worüber ich mir Sorgen machte war, dass meine Wohnung unaufgeräumt war...was wird jetzt der Einbrecher von mir denken? Und warum hat er nichts mitgenommen...ist er vor Schreck gleich wieder gegangen?? Ob alle meine Slips noch da sind, fragte meine Cousine..woher soll ich das wissen??

Nächste mal werde ich dem Einbrecher einen Notizzettel hinkleben:

Lieber Einbrecher,
es ist mir ganz schön peinlich, dass du meine Wohnung in diesem Zustand sehen musstest. Ich bemühe mich wirklich ordentlicher zu sein. Es wäre sicherlich auch leichter für dich, wenn alles an seinem Platz wäre, am Besten noch mit Namensschildern versehen. 
Ich habe gleich nach dem ich deinen überraschenden Besuch bemerkt habe, angefangen aufzuräumen..und das obwohl ich echt krank bin.
Vielleicht klappt es ja das nächste Mal und es ist ordentlich, wenn du kommst. Dann kann ich mir mit beruhigtem Gewissen Sorgen darüber machen, warum jemand bei mir einbricht.
Noch etwas, lass bitte meine guten Slips in Ruhe, ich habe nicht so viele. Und vielleicht könntest du das nächste Mal auch den Müll mitnehmen, ich komme damit kaum hinterher.

Mit freundlichen Grüßen 
Maryam



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